Über uns

Die Mühle - ein Familienbetrieb

Schon im 16. Jahrhundert wurde die Mühle das erste Mal erwähnt. Seit 1904 ist sie im Familienbesitz. Mit Inhaber Reiner Nebe ist der Betrieb in der vierten Generation und die Fünfte steht schon bereit: Müllermeister Reiner Nebe, Angestellter Holger Braune und Gesellin Vivienne Nebe (siehe Foto).

Nach dem Motto „Aus der Region, für die Region“ beziehen wir unser Getreide von den Landwirten aus der Umgebung, um daraus das Mehl herzustellen. 
Mit circa 2.000 Tonnen im Jahr läuft nachts die Reinigung, um dann am Tag das Mehl aus Weizen, Roggen und Dinkel zu mahlen.

Doch wie stellt man Mehl eigentlich her?

Zuerst wird in der Ernte das Getreide von den Landwirten geliefert. Hier werden je nach Sorte Proben genommen und je nach Werten, wie Feuchtigkeit, Eiweiß, Quellvermögen und Fallzahl, geschaut, um später das Getreide so zu mischen, dass ein guter Mittelwert und ein einwandfreies Mehl entsteht.

Bei der Annahme wird schon eine Vorreinigung mit Hilfe von Luft und einem großen Sieb durchgeführt, um grobe Verunreinigungen vom Feld zu entfernen. Danach gelangt das Getreide über große Silos in die Reinigung und mit Hilfe von Luft über ein Sieb, wo nochmals Verunreinigungen, wie zum Beispiel Steine, Spelze, kleine Körner und das Mutterkorn, aussortiert werden.

Da Mutterkorn ein giftiger Besatz ist und am Ende nicht mehr enthalten sein darf wird nach dem Sieb das Getreide über einen Farbsortierer geleitet. Mit vielen kleinen Kameras ist dieser fähig, das Mutterkorn zu sehen und mit Luft herauszuschießen (siehe Bild).


Nun sind keine Verunreinigungen mehr enthalten.
Das Getreide wird am Ende nochmal über eine Scheuermaschine geleitet. Diese befreit das Korn von anhaftenden Schmutz. Danach ist es bereit für die Vermahlung.

Auf diesem Bild sind die sogenannten Walzenstühle zu sehen. Hier gelangt das Korn auf Riffelwalzen und wird mehrmals geschrotet, vermahlen und aufgelöst.

Mit den Walzenstühlen wird außerdem auch eingestellt wie stark das Getreide zermahlen wird, also wie hell oder dunkel das Mehl werden soll. 

Nach jedem einzelnen Durchgang in den Walzenstühlen gelangt das Gemisch aus dem Korn auf den Sichter (siehe Bild).


Der Sichter zeigt eine schwingende Bewegung. Innen sind sehr viele Siebe aufgereiht, welche die kleinste Einheit haben, um Kleihe, Schrote, Grieße und Mehlkern voneinander zu trennen. Schließlich soll am Ende ein feines, sauberes Mehl entstehen.

Oben siehst du den Rohrboden. Hier läuft das Produkt vom Sichter wieder auf die Walzenstühle, um es noch feiner zu vermahlen oder je nach Mehltype direkt ins Mehl laufen zu lassen. Am Ende gelangt das fertige Mehl in die Mischer, welche sich über die gesamten drei Stockwerke strecken.

Mehr als nur ein Handwerk

Nicht nur die mit strombetriebenen Maschinen sorgen dafür, dass am Ende ein einwandfreies Produkt zustande kommt, sondern auch der Müller/die Müllerin. Mit viel Aufmerksamkeit und Achtsamkeit wird dafür gesorgt, dass alles richtig eingestellt ist, die Vorgänge kontrolliert werden, das Mehl geprüft und die Typen hergestellt werden.

Mit Hören, fühlen, sehen, riechen und auch mal schmecken muss der Müller/die Müllerin Sorge dafür tragen, dass alles optimal läuft und am Ende ein qualitativ gutes Mehl entsteht.

Wusstest du…

dass das Mutterkorn, ein schwarzes, langes Korn, welches am Feld wächst und toxisch ist, früher zum Einleiten der Wehen und zur Behandlung von Bauchschmerzen benutzt wurde? Daher kommt der Name Mutterkorn.

Wusstest du…

dass es einen Müllersgruß gibt?
"Glück zu!“

Wusstest du…

dass die modernste Berufsbezeichnung des Müllers „Verfahrenstechnologe für Mühlen- und Getreidewirtschaft“ ist?